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Die Visionen des "Mr. Kaffee"
1956 gründete Helmut Papenhagen im Hafen das damals modernste Kaffeelager Europas. Heute führt Sohn Heinz den Betrieb.
Von Elisabeth Stimming
Das Prasseln kommt von überall, aus den Wänden, aus der Decke. Schwillt an, ebbt ab. Den Krach machen Millionen roher Kaffeebohnen. Mit Druckluft werden sie durch ein Labyrinth aus Kupferrohrleitungen in die Zellen des Silos der Kaffee-Lagerei am Sandtorkai gepustet. Gut 15 000 Tonnen Kaffee passen in die Silo-Zellen. Es ist Europas größter Betrieb für die Lagerung und Veredelung von Rohkaffee. Und er wird bald noch größer: Noch in diesem Herbst macht die Kaffee-Lagerei Platz für die HafenCity und zieht zum Hohen-Schaar-Kamp. Dort ist bereits ein Silo für 30 000 Tonnen im Bau.
Für "Mr. Kaffee" Heinz Papenhagen (65), Chef der Kaffee-Lagerei, verbindet sich mit dem Umzug ein kurioses Beispiel Hamburger Informationspolitik: "Ich erfuhr zufällig von der Verlagerung, als ich das Modell der HafenCity sah und darin unseren Betrieb nicht mehr fand", erinnert er. Erst als er einen Bauvorantrag für die Erweiterung der Kaffee-Lagerei stellte, "wurde ich informiert".
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