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Investoren entdecken Agrarrohstoffe
Nach Energieträgern und Metallen könnten nun Lebensmittel vom Boom erfaßt werden. Spekulanten setzen zunehmend auf Soja, Kaffee, Orangensaft und Co.
Jetzt ist die Globalisierung auch in den deutschen Kaffeetassen angekommen. Tchibo erhöhte in der vergangenen Woche die Preise. Für die gerösteten braunen Bohnen müssen die Kunden nun pro Packung 50 Cent mehr bezahlen. Bereits im Februar war das Pfund um durchschnittlich 70 Cent teurer geworden. Der Preis für Arabica-Kaffee habe sich innerhalb der letzten zwölf Monate verdoppelt, begründete der Marktführer seinen Schritt.
Doch nicht nur die Kaffeepreise sind explodiert. Orangensaftkonzentrat wurde im selben Zeitraum um über die Hälfte teurer, das gleiche gilt für Zucker. "Agrarrohstoffe sind derzeit das interessanteste Anlagesegment überhaupt", glaubt daher Eugen Weinberg, Rohstoff-Analyst bei der DZ-Bank. Hauptgrund sei die Tatsache, daß sie im Gegensatz zu Energieträgern oder Metallen bisher nicht vom Rohstoffboom profitierten. "Doch nun entdecken die Finanzinvestoren diese Anlagen", sagt er. Gemeint sind damit Spekulanten, die neue Ertragsquellen suchen.
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