
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Kaffee-Wissen
Retro ist in - pour over coffee
Vor einer ganzen Weile schon, ging es für mich in Sachen Kaffeeaufbrühen back to the roots. Back to roots bedeutet: zurück zur Kaffeefiltration nach Melitta Bentz. Was für eine geniale Frau!
Lt. einer Umfrage 2010 von GfK Consumer Scan sollen die meisten Deutschen ihren Kaffee klassisch gefiltert bevorzugen. Was also hier hin Deutschland geliebte Tradition ist, wird in den New Yorker In-Cafes und Bars als neuer Trend zelebriert: pour over coffee - was "handgefilterter Kaffee" bedeutet. Amerika wäre aber nicht Amerika, wenn dem Ganzen nicht noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt würde. "pour over coffee" nicht genug, denn in angesagten Cafès und Bars stehen Gestelle aus Holz oder Edelstahl, die im Gespräch als "pour over ricks" oder "drip bars" erwähnt werden. Damit wird gefilterter Kaffee wie am Fliessband produziert. Auf den Gestellen stehen Kaffeefilter, unter den Gestellen die Kaffeetassen und dann wird aufgegossen. Wie das aussieht kann man hier sehen. Das hat was, findet ihr nicht auch?
Irgendwie ist es ein gutes Gefühl, voll im Trend zu liegen ;-) aber ehrlich, mir schmeckt mein Kaffee - frisch gefiltert - tatsächlich am besten. Trend hin oder her.

Ich liebe Rituale; Rituale brauchen aber ein wenig Zeit. Kaffee frisch aufbrühen ist ein kleines Ritual für mich. Die Belohnung: purer, unverfälschter Kaffeegenuss.
So geht es:
1. Die Filtertüte an den Nähten umfalten - seitlich wie unten - und in den Keramik- oder Kunststofffilter setzen. ( Ich bevorzuge den Keramikfilter, weil er u.a. auch noch so wunderbar nostalgisch aussieht)
2. Den Keramikfilter mit der Filtertüte auf einen Kaffeebecher oder eine Kanne setzen. Nun langsam heißes Wasser über den Filter giessen, so dass er sich schön voll saugt.
3. Nun gibst du deinen gemahlenen Filterkaffee möglichst ebenmässig in den angefeuchteten Filter. Die Frage taucht immer wieder auf: wieviel Kaffee?! Ich benutze ein Kaffeelot, das in etwa 7,5 g Kaffee fasst. Man rechnet ca 7,5 g Kaffee auf 125 ml Wasser.
4. Dein Kaffeewasser sollte schon etwas abgekühlt sein - auf ca. 91 - 95° Grad. Davon giesst du ein wenig über das Kaffeepulver. Es sollte gerade so bedeckt sein. Damit quillt der Kaffee auf und kann sein Aroma besser entfalten.
5. Ist das Wasser komplett durchgelaufen, giesst du das restl. Wasser mit einer kreisenden, langsamen Bewegung von aussen nach innen nach. Bei einer Kanne musst du natürlich noch einmal nach giessen. Bei mir reicht bei einem Kaffeebecher 1 Aufguss.
21.12.2011, 17.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kaffee als Düngemittel
Rosen, Rhododendren und Azaleen lieben Kaffee genau genommen Kaffeesatz.
Kaffeesatz enthält eine Menge an Mineralien wie Kalium, Stickstoff und Phosphor und ist somit ein wunderbares Düngemittel.
... und ich kann mich erinnern, schon meine Oma schüttete den Kaffeesatz aus dem Filter in ihre Topfblümchen!
12.12.2011, 23.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Die Kaffeebohne als Geheimnisträgerin
Die Kaffeebohne ist nämlich eine absolute Geheimnisträgerin!
Erstaunlich ist doch schon, dass selbst ein Nicht-Kaffeetrinker beim Öffnen einer Kaffeedose träumerisch die Augen verschliesst und ein MMMMMHHHH deutlich zu hören ist - also bei den meisten zumindest. Das ist auch kein Wunder: Kaffee besteht aus mehr als 800 Aromastoffen! Gut 100 davon hüten nach wie vor ihr Geheimnis. Kein Herankommen an sie. Neben den unbekannten Aromastoffen gibt es noch weitere - tausende - anderer Stoffe unbekannter Art, die erst während der Röstung entstehen.
Ein paar Zahlen zu den Inhaltsstoffen einer Kaffeebohne
24 % Kohlehydrate, 0,1 % flüchtige Aromastoffe, 0,2 % Vitamin B3, 1,2 % Koffein, 4 % Mineralstoffe, 2,5 % Wasser, 4,5 % Säuren, 9 % Eiweiß, 35 % unbekannte Substanzen und 13 % Fette und Lipoide.
09.12.2011, 17.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kaffeerätsel-Auflösung - der heisse Kaffee
Es wird Zeit > unser kleines Kaffeerätsel von hier aufzulösen:
Die richtige Anwort war ALTERNATIVE A.
Wärmeenergie zwischen Körpern unterschiedlicher Temperatur wird sowohl durch > Konvektion als auch durch Strahlung übertragen. Der Strahlungsanteil wächst mit steigender Temperaturdifferenz.
Und so wurden geantwortet:
Alternative A![]()
83.33%
Alternative B![]()
16.67%
17.02.2010, 15.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kleines Kaffeerätsel
Im kleinen Cafe nebenan bestellt sich der Gast eine Tasse Kaffee ohne Zucker aber mit Milch. Die Milch wird in einem extra Kännchen bereitgestellt. Die Milch hat somit Umgebungstemperatur.
Der Kaffee kommt, doch er ist zu heiss, um sofort getrunken zu werden. Jetzt wird es problematisch, denn der Gast hat nur noch 5 Minuten Zeit ...
Der Gast hat nun folgende zwei Alternativen, ehe er den Kaffee trinkt:
A. Er läßt den schwarzen Kaffee zunächst stehen und schüttet die Milch erst kurz vor Ablauf der fünf Minuten rein.
B. Er schüttet die Milch sofort rein und läßt den Kaffee mit Milch dann fünf Minuten stehen.
Unsere Frage:
Bei welcher der beiden Alternativen ist der Kaffee nach knapp fünf Minuten kälter?
04.01.2010, 08.07 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Konsequent
Der Herr Ludwig van Beethoven, seines Zeichens Komponist, war ein sehr GENAUER und dabei auch mächtig konsequent: Er zählte stets 60 Kaffeebohnen ab - nicht mehr und nicht weniger - daraus braute er sich seine Tasse Mokka und genoss ihn in aller Ruhe ...
01.11.2009, 11.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kaffee-Quiz 1 - Lösung
Hier haben wir gefragt "Wenn man in Österreich eine Kaisermelange bestellt, bekommt man ...":
- ... einen Kaffee mit Sahnekrone und einem Stück Feingebäck
- ... einen Kaffee mit Eigelb und wahlweise meist noch Cognac oder Honig
- ... eine besondere Mischung aus Kakao und Kaffee
Für diese Antwort haben sich 40 % der Teilnehmer entschieden.
40% der Teilnehmer waren der Meinung, dass es der Kaffee mit Sahnekrone und Feingebäck sein muss und 20% waren für die Mischung aus Kakao und Kaffee.
Übrigens soll man auch in Russland bei Hof gern ein Eigelb in den Kaffee getan haben. Die Kombination Kaffee mit Eidotter wird deswegen auch Zarenkaffee genannt.
21.10.2009, 22.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kaffee-Quiz 1
Wir starten hier mal eine kleine Runde Wissensfragen rund um das Thema Kaffee.
Wer schafft es, ohne Google zu bemühen, die richtige Antwort zu geben?
Ende der 1. Fragerunde: 19.10.09 - 19:19 Uhr
- ... einen Kaffee mit Sahnekrone und einem Stück Feingebäck
- ... einen Kaffee mit Eigelb und wahlweise meist noch Cognac oder Honig
- ... eine besondere Mischung aus Kakao und Kaffee
08.10.2009, 20.07 | PL
Kaffee ist kein "Wasserräuber"
Anderthalb Liter Flüssigkeit braucht der Körper täglich. Kaffee gehört auch dazu.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung widerspricht der landläufigen Meinung, dass Kaffee eine "Flüssigkeitsräuber" ist, der dem Körper wertvolles Wasser entzieht. Das oft empfohlene Glas Wasser zur Tasse Kaffee sei daher nicht nötig. Vielmehr zählen auch Frühstückskaffee und Nachmittags-Espresso für das tägliche Flüssigkeitskonto. Für viele Menschen leistet der schwarze Aufguss sogar einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr.
Richtig ist, dass im Kaffee enthaltenes Koffein Harn treibend wirkt. Der Effekt ist jedoch nur vorübergehend und bei regelmässigem Kaffeekonsum weniger stark ausgeprägt. Bei höheren Koffeinkonzentrationen führt häufiger Kaffeegenuss neben der vermehrten Wasserausscheidung auch zu einem vermehrten Salz- und insbesondere Natriumverlust.
Vier Tassen täglich sind ok
Vor allem wegen seiner anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf sollte man Kaffee allerdings nicht als Durstlöscher nehmen. Hier sind Mineral- und Trinkwasser und andere kalorienarme Getränke, wie Schorlen aus Fruchtsaft und Wasser sowie Früchte- und Kräutertees die bessere Alternative. Gegen den täglichen Genuss von bis zu 4 Tassen Kaffee mit insgesamt 350 Milligramm Koffein ist allerdings nichts einzuwenden.
14.09.2009, 09.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kaffeelegenden
Ja - die Kaffeelegenden lesen sich ähnlich spannend wie Grimms Märchen. Aber wie kam es dazu, dass man die Bohnen des Kaffeestrauches röstet, mahlt und dann mit heißem Wasser aufbrüht? Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es bisher nicht. Dafür ranken sich aber viele verschiedene Legenden um die Geschichte des Kaffees.
So erzählt z. B. Peter Lummel in seinem Buch „Kaffee – Vom Schmuggelgut zum Lifestyle-Klassiker; Drei Jahrhunderte Berliner Kaffeegeschichte“: „Ein brennender Kaffeestrauch oder zufällig ins Feuer gefallene Kaffeesamen sollen – eine von vielen Legenden vom Ursprung des Getränkes – gebildete Mönche in Äthiopien im 14. Jahrhundert darauf gebracht haben, den zweigeteilten Kirschkern (Bohne) über dem Feuer zu rösten, abzukühlen, zu mörsen und mit heißem Wasser zu vermischen. Das ideale Getränk war entdeckt, um sich bei nächtlichen Exerzitien und Gebeten besser wach halten zu können!“
Faustus Naironus Banesius schrieb 1671 in seinem Traktätlein vom Kaffee, dass es einst einen Kamel- oder Ziegenhirt gab, der sich darüber beklagte, dass seine Tiere keine Ruhe fanden. Er befragte den Prior. Dieser war der Meinung, dass das Futter der Tiere die Ursache beherberge. Der Hirt und zwei Mönche machten sich auf den Weg und fanden eine strauchartige Pflanze, die sie nicht kannten. Sodann bereiteten sie aus der Pflanze einen Aufguss und kosteten ihn. „Ohne das geringste Bedürfnis nach Schlaf verbrachten sie die ganze Nacht in einem angeregten und glücklichen Seelenzustand.“ Seitdem wurde der Kaffee für die Mönche im Kloster gekocht und Gäste durften kosten. Da die Gäste häufig Kaufleute auf der Durchreise waren, nahmen sie den Kaffee mit auf ihre Wanderschaft und verbreiteten ihn so im gesamten Orient.
Ähnliches erzählt auch der Autor Mark Pendergrast. Er weiß von dem Ziegenhirt Kaldi zu berichten, welcher seine Ziegen des Abends immer mit einem schrillen Pfiff auf seiner Flöte zum Heimgehen bewegte. Eines Abends aber pfiff er und keine Ziege kam. Er machte sich auf die Suche und fand die Ziegen, auf den Hinterbeinen tanzend, in der Nähe eines Strauches mit roten Beeren. Er sah, dass die Ziegen sich an Beeren und Blättern gütlich taten, probierte selbst ein paar und bemerkte, wie sich ein Kribbeln im ganzen Körper ausbreitete und er das Bedürfnis hatte, zu tanzen und zu singen. Er ging nach Hause, erzählte den Vorfall seinem Vater. Dieser habe, so Pendergrast, die Geschichte seines Sohnes verbreitet und so den Weg für den Beginn der Kaffeegeschichte geebnet.
Eine weitere Legende aus dem 13. Jhd. erzählt von der Lebensrettung Omars in der Wüste. Omar verliebte sich in die schöne Tochter des Kalifen und wurde deshalb in eine einsame Steinwüste verbannt. Das einzig Essbare, was er fand, war ein Strauch mit roten Beeren. Er nahm die Beeren auf seiner weiteren Wanderung mit und kochte sie mit Wasser auf. Der Trunk verlieh ihm neue Lebensgeister und heilte seinen Aussatz. Er traf auf einen kranken Einsiedler und heilte ihn mit Hilfe des heißen Getränks. Der Einsiedler zog weiter nach Mokka und berichtete dort von seiner Heilung. Dies kam dem Kalifen zu Ohren. Er erkannte in dem „Wunder“ Allahs Größe und Omars Unschuld. Omar durfte in die Stadt zurückkehren.
Es wird auch vom Propheten Mohammed berichtet, welcher den Genuss berauschender Getränke untersagte. Mohammed wurde krank. Da erschien ihm der Erzengel Gabriel mit einer Schale dampfender, dunkler Flüssigkeit. Mohammed trank und war gesund. So kam es, dass er diese Flüssigkeit, den Kaffee, als Ersatz für Bier und Wein empfahl.
12.09.2009, 19.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL



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